Nach Rückstand munter geworden – 5:1 im Derby

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Der SVSF gewann auch das dritte Spiel der Frühjahrssaison. Das 5:1 gegen Ternitz bedeutet nebenbei den 21. Sieg im 22. Spiel und die Einstellung des Heimsiegrekords aus der Saison 2003/04, als man ebenfalls 12 Heimsiege in Folge einfuhr. Ehe der letztendlich klare Derbytriumph in trockenen Tüchern lag, verging schon einige Zeit.

 

Halbzeit eins verlief recht temporeich. Pottschach wollte wieder voll drauf los gehen wie gegen Natschbach, Ternitz hielt aber von der ersten Minute an voll dagegen. Die erste Großchance gehörte den Gästen aus Ternitz, fast wären sie in Führung gegangen. Kremnitzer zog nach einem Corner aus etwa 20 Metern ab, der Ball klatschte genau auf´s Kreuzeck und dann runter auf den Boden, Dominik Peinsipp wäre der Ball beinahe auf den Rücken gefallen, schlussendlich hielt er den Ball dann doch sicher in seinen Händen. Zeit zum Durchatmen blieb kaum, denn Peinsipp leitete sofort den Konter ein. Zoki Radulovic legte für Slobodan Mazic auf, dessen Abschluss fiel zu zentral aus, Gästegoalie Hackl konnte klären (7.). Pottschach war für die nächsten zehn Minuten am Drücker: In der 10. Minute wurde Meni Marku mustergültig freigespielt, der zauderte aber zu lange. In der 13. Minute setzte sich Martin Dorner an der Cornerlinie durch, schickte die Flanke in den Sechzehner, wo Philipp Stögerer am langen Eck keine Wucht hinter den Kopfball brachte und freistehend an Hackl scheiterte. Schließlich kam Zoki Radulovic in der 17. Minute nach einer Flanke von Daniel Kleinander um einen Sekundenbruchteil zu spät.

 

Der erste Elan verpuffte in der Folge. Pottschach war bemüht, das Spiel zu machen, die letzte Bewegung fehlte aber vorallem im Angriff, sodass Ternitz wenig Mühe hatte, den Tabellenführer in Schach zu halten. Selbst versuchten die Gäste bei Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen, was aber auch für wenig Gefahr sorgte. Bis zur Pause gab es keine Torchancen mehr. Das 0:0 zur Pause aus Ternitzer Sicht verdient. Spielertrainer Harry Bock instruierte seine Jungs in der Halbzeitpause um mehr Laufarbeit und Zweikampfverhalten. Bei zwei Chancen in den ersten sechs Minuten fehlte die Genauigkeit: In der 49. Minute standen einander Slobodan Mazic und Philipp Stögerer nach einem Stanglpass von Meni Marku im Weg. Zwei Minuten später setzte sich Slobodan Mazic außen durch, sein Stanglpass fand keinen Abnehmer, Meni Marku verpasste. Die 59. Minute sollte für den weiteren Verlauf des Derbys spielentscheidend sein. Der ASK erlaubte sich, in Führung zu gehen.

0:1 (59.): Kremnitzer mit dem Eckball, am kurzen Eck steigt Martien am höchsten und köpft zur überraschenden Ternitz-Führung ein.

Das Tor war wie ein Weckruf für den SVSF. Gut, dass mit dem nächsten Angriff der Ausgleich fiel.

1:1 (61.): Meni Marku kommt am Sechzehner in Position, legt quer auf Zoki Radulovic. Der Serbe zieht aus 16 Metern ab, der Ball passt genau ins Eck.

Jetzt war Pottschach endgültig am Drücker: Mitentscheidend war sicherlich auch die rote Karte gegen Deniz Celik in der 64. Minute, der Philipp Stögerer von hinten umsenste. Manche würden sagen, ein harter Platzverweis. Für Schiri Knezevic war die Attacke auf Kniehöhe maßgebend, Rot war regelkonform. Mit nur zehn Mann war Ternitz dem Untergang geweiht.

2:1 (66.): Ein Angriff über Philipp Stögerer und Meni Marku: Letzterer lässt kurz abtropfen auf Zoki Radulovic, der keine Fehler macht und das Spiel innerhalb von fünf Minuten dreht.

Der SVSF jetzt furios: Mit dem nächsten Angriff wäre Radulovic fast der Hattrick gelungen. Ein Volley prallte an die rechte Stange (67.). Der ASK lag nun in den Seilen. Der nächste Angriff bedeutete das 3:1 und somit die Entscheidung.

3:1 (69.): Philipp Stögerer steckt durch auf Meni Marku, der zieht halblinks auf´s Tor und drückt mit dem linken Außenrist ab. Der Ball passt ins kurze Eck.

Kurz atmeten die Pottschacher durch, ehe sie im Finish noch zweimal zuschlugen.

4:1 (78.): Der eingewechselte Kevin Senft verlängert auf Zoki Radulovic, der zieht volley ab, die Flugkurve passt genau, der Ball senkt sich über Hackl ins Netz. Das schönste Tor des Tages!

5:1 (81.): Handspiel eines Ternitzers ungefähr 20 Meter vor dem Tor. Slobodan Mazic legt sich den Ball zurecht und bringt ihn mit Effet seitlich von der Mauer im Eck unter.

Die letzte gute Chance vergab der Ternitzer Ringhofer, der mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel an einer Reaktion von Dominik Peinsipp scheiterte. Aufgrund des im Finish einsetzenden Regens waren am Ende alle froh, dass Schiri Knezevic die Partie abpfiff.

 

Fazit: Eine Stunde lang verkauften sich die Ternitzer hervorragend. Wie auch die Willendorfer vor zwei Wochen hatten sie mit dem Lattentreffer durch Kremnitzer die große Chance auf die Führung. Pottschach war im Feld sicher ein wenig stärker, der allerletzte Biss und die allerletzte Konsequenz im Angriff fehlten aber. Erst das überraschende 0:1 weckte die Bock-Truppe auf. Ab dem 1:1-Ausgleich war Ternitz (auch durch die rote Karte) chancenlos und lief in eine herbe Derbypleite. Pottschach am Ende klarer und verdienter Sieger, die Krisensituation mit dem Verlusttreffer wurde stark bewältigt. Sektionsleiter David Blazanovic freute sich an seinem Geburtstag über drei wichtige Punkte. Dieser Sieg könnte ihn in seiner Entscheidungsfindung bestätigen. Jetzt geht´s nächste Woche ins Panorama-Stadion zu Hochneukirchen…

 

SVSF: Peinsipp, Bock, Fahrner, D. Kleinander, Gaulhofer, Dorner, Orhan (86. Ratzinger), Marku, Mazic (89. Huber), Radulovic, Stögerer (73. Senft).

 

Tore: 0:1 (59.), 1:1 (61.) Radulovic (A: Marku), 2:1 (66.) Radulovic (A: Marku), 3:1 (69.) Marku (A: Stögerer), 4:1 (78.) Radulovic (A: Senft), 5:1 (81.FS) Mazic (A: —).

 

GK: Mazic (77. Unsportlichkeit); Ternitz (37. Foul, 40. Foul).

 

RK: Ternitz (64. Foul).

 

SR Knezevic: gute Leistung.

 

SVSF-Arena, 320 Zuschauer.

Fotos: Jürgen Schneider und Klaus Lechner.

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